Google Analytics Hack: So viele Leser hat Dein Blog wirklich

Veröffentlicht am 23. November 2016 in Auswertung & Analyse von

Mit diesem kleinen Google Analytics Hack erfährst du, wie viele Leute Deinen Blog wirklich lesen oder Deine Webseite nutzen. Damit kannst du die Nutzergruppen identifizieren, die du wirklich erreichst und effektiveres Online-Marketing betreiben.

Google Analytics ist ein wunderbares Tool für Online-Marketer. Ein großer Vorteil ist das schnelle Setup, durch das Du grundlegende Webseiten KPIs ohne weitere Konfiguration erfassen kannst. Einfach schnell den Trackingcode auf der Webseite eingebunden und schon kann es losgehen!

Aber dieses einfache Setup hat auch Nachteile. Es führt nämlich zu der Annahme, dass diese schnell aggregierten Daten auch für eine ordentliche Analyse und Bewertung des eigenen Online-Marketings ausreichen. Das tun sie meistens nicht. Google Analytics spielt seine wirklichen Stärken erst aus, wenn du anfängst es nach deinen Bedürfnissen anzupassen und zu konfigurieren.

In diesem Artikel möchten wir dir deshalb einen kleinen Google Analytics Hack zeigen. Mit ihm findest du in in wenigen Sekunden heraus, wie viele Leser dein Blog wirklich hat.

Der Hack ist ganz simpel: Wir legen ein eigenes Segment an und definieren in ihm eine Nutzungsdauer von „>5 Sekunden“ pro Session.

In Google Analytics ein neues Segment anlegen.

Dadurch werden nur Nutzer angezeigt, die sich auch wirklich mit deinem Blog auseinandergesetzt haben. In der Regel hat sich für uns ein Threshold von 5 bis 10 Sekunden etabliert. Mit Werten >10s verzeichnen wir keine drastische Veränderung des Nutzerverhaltens mehr. Am besten ist, du experimentierst ein wenig und findest einen Wert, der für dich passt.

Sieh selbst, was das aus unseren Statistiken macht.

Vorher:

Ohne Threshold Segment

Nachher:

Mit Threshold >5s Segment

Unser „Threshold >5s“ Segment filtert alle Nutzer heraus, die länger als 5 Sekunden auf unserer Seite waren. Und das verändert zum Beispiel unsere Absprungrate massiv.

Was sagt uns das Threshold Segment?

Ein Threshold Segment zeigt dir in diesem Fall, wie viele Pageviews mit einer Sessiondauer von mehr als 5 Sekunden auf deiner einzelnen Seite geblieben sind und so die Chance hatten deinen Content zu konsumieren.

Die Idee dahinter ist simpel: Stelle dir einmal vor, wie du über Webseiten surfst. Du gibst einen Suchbegriff bei Google ein und landest auf den SERPs (Search Engine Result Pages). Du klickst auf ein Ergebnis in den Top3 und entscheidest innerhalb von Sekunden, ob diese Seite für dich relevant ist.

Ist sie relevant liest du weiter.
Ist sie irrelevant brichst du ab – und zwar schnell.

In den durchschnittlichen Werten der Absprungrate, die im Standard-Segment von Google Analytics angezeigt werden, tauchst du aber als 1 Seitenaufruf und 1 Session auf – und natürlich in den 74% der Absprungrate.

Mit einem Threshold Segment kannst du das Nutzerverhalten deiner Leser besser einschätzen – und das in Sekunden. In unserem Fall springen tatsächlich nur 21% der Sessions mit einer Nutzungsdauer >5s von der Seite ab. Sie surfen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit weiter.

Vorher hätten wir vielleicht gedacht, dass unser Beitrag mit 74% Absprungrate ein voller Reinfall war. Durch die erweiterte Segmentierung sehen wir, dass fast 46% der Pageviews den Inhalt wirklich wahrnehmen konnten und sich weiter mit unserem Blog auseinandersetzen.

Ob das nun gut oder schlecht ist, müssen wir an anderer Stelle mit Durchschnittswerten unserer Seite vergleichen oder auf unsere Erfahrung zurückgreifen.

Weitere Möglichkeiten das Segment einzusetzen

Die Kombination mit der Absprungrate ist eine einfache Form der Betrachtung. Das Segment kannst du aber auch problemlos in anderen Bereichen von Google Analytics anwenden. Zum Beispiel mit Conversion Zielvorhaben, die du eingerichtet hast.

Wenn du dann noch als Sekundäre Dimension „Quelle/Medium“ hinzufügst, kannst du ganz leicht analysieren, welcher Channel dir in Wahrheit die meisten Conversions bringt.

Fazit

Ich hoffe, dass wir dir in diesem Artikel einen nützlichen Google Analytics Hack zeigen konnten, mit dem du dein Blog etwas besser einschätzen kannst. Das ist natürlich nur ein Puzzlestück, eines ganz großen Bildes.

Wenn du noch weitere Hacks kennst oder Fragen hast, kannst du uns gerne in die Kommentare schreiben!

Marcus Burk

Marketing Manager bei dirico.io & Content-Marketing Enthusiast.

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