10 typische Fehler im Content Marketing

Veröffentlicht am 9. Mai 2017 in Content Marketing von

Lieber Content Manager,

Hand aufs Herz: Wer hat nicht schonmal den Überblick verloren im Alltagsdschungel des Content Marketings? Inspirationslosigkeit, vage Zielgruppendefinitionen, fehlendes Schnittstellenmanagement, …Keine Sorge, damit bist du nicht alleine, diese Fehler im Content Marketing können jedem passieren.

Von gelegentlichen Fehltritten können wir uns wohl alle nicht freisprechen (und das sollten wir auch gar nicht!). Damit das zukünftig jedoch weniger sind, möchten wir dir nachfolgend die typischsten Fehler im Content Marketing aufzeigen und dir Lösungen vorschlagen.

Grundsätzlich liegt die Basis für gutes Content Marketing in einer ordentlich ausgearbeiteten Strategie. Und die fehlt schonmal bei den meisten Unternehmen. Isso. Wenn du nochmal eine Gedankenstütze brauchst, kannst du hier 5+1 Content-Marketing-Definitionen nachlesen.

Wenn nicht, liest du am besten direkt hier weiter:

 

Die 10 größten Fehler im Content Marketing

1.     Keine Personas

Der Klassiker: Unklarheit über die eigene Zielgruppe. Vage Eingrenzungen reichen an dieser Stelle leider nicht aus. Klassische Zielgruppendefinitionen sind meist zu oberflächlich und wenig hilfreich bei der Erstellung von relevantem Content.

Wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, was den Kunden konkret beschäftigt, mit welchen Problemen er sich auseinandersetzt und worüber er sich gerne näher informieren möchte. Die Bedürfnisse der Kunden/Empfänger/Fans/Follower müssen im Fokus der Kommunikation stehen.

Das ist nicht nur für den Inhalt relevant, sondern auch für das Medium auf dem er steht, die Kommunikationsart, die Ansprache – einfach alles.

Hierfür hat sich die Nutzung von „Buyer Personas“ etabliert. Hierfür erstellt man eine fiktive Person, die einen typischen Vertreter der Zielgruppe darstellt.

Wie genau du eine Buyer Persona erstellst, kannst du hier nachlesen .

2.    Keine definierten Ziele

Ebenfalls einen Platz auf der Tribüne der häufigsten Fehler im Content Marketing hat sich die Bestimmung konkret messbarer Ziele verdient.

Auch wenn der Content noch so großartig sein mag, wenn wir nicht festlegen, wohin der Weg führen soll, kommen wir vermutlich niemals ans Ziel.

„Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es“ (Immanuel Kant)

Wir haben es wohl alle schon etliche Male gehört: Ziele müssen SMART sein.

Aber wie das im stressigen Arbeitsalltag so ist, driften auch hier Theorie und Praxis auseinander. Wir wissen ja eigentlich, wie es richtig funktioniert, nur setzen wir es leider viel zu selten um.

Also nochmal ganz kurz, um das Gedächtnis aufzufrischen:

  • Spezifisch

Das Ziel sollte so präzise wie möglich definiert sein.

  • Messbar

Die Zielerreichung sollte messbar sein.

  • Akzeptiert

Das Ziel sollte vom Team akzeptiert sein, um eine Motivation für die Zielerreichung zu schaffen.

  • Realistisch

Das Ziel sollte mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen, in der vorgegebenen Zeit, realistisch erreichbar sein.

  • Terminiert

Es sollte genau definiert werden, zu welchem Zeitpunkt das Ziel erreicht werden sollte.

Im besten Fall werden diese Ziele allen Beteiligten konkret kommuniziert, niedergeschrieben und zugänglich gemacht. Zum Beispiel in der niedergeschriebenen Content-Marketing-Strategie.

3.    Kein Monitoring

Ziele zu definieren ist bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt gilt es allerdings noch zu kontrollieren, ob die festgelegten Ziele auch tatsächlich erreicht werden, um im Zweifel Optimierungsmaßnahmen treffen zu können.

Dies sollte laufend geschehen, um bei Bedarf zeitnah handeln zu können. Wichtig ist, dass das Monitoring an möglichst einem Ort stattfindet und so eine übersichtliche Darstellung verschiedener Quellen gewährleistet. Das trägt dazu bei, deine Ziele zu überwachen und deine „Content Cash Cows“ zu identifizieren.

4.    Kein klarer Planungsprozess

Kontinuierlich qualitativ hochwertigen Content zu erstellen ist eine große Herausforderung. Sicher kannst auch du auf die ein oder andere Durststrecke zurückblicken. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, sich permanent mit Entwicklungen am Markt auseinanderzusetzen, um aktuell relevante Themen zu identifizieren.

Im besten Fall sammelst du diese in einer „Ideensammlung“, aus der du und dein Team die entsprechenden Inhalte direkt planen und erstellen kannst.

Inspiration findest du auf unterschiedlichsten Wegen, zum Beispiel durch brancheninterne Blogs, Social-Media-Kanäle, Veranstaltungen, FAQs, Nachrichten oder Newsletter. Für die zeitliche Planung ist es sinnvoll den einzelnen zeitlich unabhängigen Themenbereichen, zeitlich begrenzte Kampagnen überzuordnen um eine Projektstruktur zu schaffen.

Vergiss dabei jedoch nicht deine Personas. Der Mehrwert muss aus Kundensicht vorhanden sein.

5.    Fehlende Kommunikation im Team

An dieser Stelle eine ganz klare Bitte: Sprecht miteinander. Wenn möglich regelmäßig. Basis für eine erfolgreiche Umsetzung jeglicher Content-Strategie ist der gründliche Austausch der einzelnen Teammitglieder.

Im Tagesgeschäft muss aber nicht immer alles mündlich besprochen werden. Bilde dir ein System aus Redaktionskonferenzen, persönlichen Gesprächen und digitaler Kommunikation im Chat oder direkt im Aufgabenmanagement.

6.    Kein digitales Team- und Aufgabenmanagement

Content Marketing ist sehr komplex, vor allem wenn Mitarbeiter diverser Unternehmensbereiche zusammenarbeiten wollen. Die Frage lautet daher viel zu oft: Wer macht was? Wann?

Der Erfolg ist abhängig von der effizienten Zusammenarbeit im Team. Ständige Meetings und Rücksprachen wegen fehlender Aufgabenorganisation sind da eher hinderlich.

Eine strukturierte Aufgabenverteilung mit Teilaufgaben, Deadlines und Freigabefunktionen hilft dir Klarheit und Übersicht für alle Teammitglieder zu schaffen.

7.    Kein Redaktionsplan und Redaktionskalender

Um dein Content-Marketing-Schiff sicher durch stürmische Kampagnenphasen zu navigieren, musst du immer die Orientierung behalten. Welche Inhalte sind geplant, produziert oder veröffentlicht? Wann und auf welchen Plattformen gehen oder gingen diese raus?

Ein übersichtlicher Redaktionsplan bzw. Redaktionskalender kann dir das Leben enorm erleichtern. Hier ein paar Eigenschaften, die sich für uns in der Vergangenheit als wichtig erwiesen haben:

  • gemeinsamer Zugriff des gesamten Teams
  • abteilungsübergreifende Zusammenarbeit möglich
  • Berücksichtigung von Feiertagen
  • Berücksichtigung von besonderen Aktionstagen
  • Automatische Resynchronisation mit allen Plattformen und Inhalten
  • Export und Sharing Funktion
  • Schnelle Insights über Kommunikationserfolg einzelner Contentstücke

8.    Keine Assetverwaltung

Ein typischer Fehler: Dein Kollege wird krank und du weißt nicht, wo die aktuelle Arbeitsdatei des wichtigen Beitrags gespeichert oder welche Version aktuell ist.

Das muss nicht sein. Mache dir deshalb frühzeitig Gedanken über die Verwaltung deiner Texte, Bilder oder Mediendateien.

Kollaboratives Arbeiten bedeutet in diesem Fall, dass die Assetverwaltung jederzeit von überall verfügbar ist, genügend Speicherplatz und Datensicherheit bietet und sich einfach und intuitiv in den Workflow deines Teams integriert.

9.    Kanalzentriertes Denken

Strategisches Content Marketing zu machen bedeutet eine integrierte Kommunikation anzustreben. Content und Geschichten dürfen nicht nur in Silos wie einem Blog oder einer Facebook Fanpage stattfinden. Die Kommunikation muss über alle Kanäle und Touchpoints in der Customer Journey konsistent sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit zusammenarbeiten müssen.

Diesen Idealzustand erreichen aber die wenigsten Unternehmen. Warum? Weil eine formale, zeitlich und inhaltlich integrierte Kommunikation extreme Ansprüche an strategische und operative Prozesse stellt.

Es ist gar nicht so einfach alle Plattformen und Kanäle unter einen Hut zu bringen.

Zum Glück lassen sich die operativen Herausforderungen mithilfe von Tools und Software lösen.

Die strategischen Prozesse anzupassen fordert viel Veränderungswillen im Unternehmen und bei den beteiligten Personen.

10. Wiederholende Prozesse nicht automatisieren

Es gibt viel zu tun. Verschwende keine Zeit damit, die gleichen Prozesse ständig zu wiederholen. Es gibt heute so viele wunderbare Tools, die dir helfen können einzelne Arbeitsschritte zu erledigen.

Ein Beispiel, das fast alle Konzerne, Filialisten oder Franchiseunternehmen betrifft: Das Veröffentlichen der gleichen Inhalte in Blogs oder sozialen Medien von unterschiedlichen Teams oder Filialen.

Es gibt heute keinen Grund mehr, warum gemeinsame Inhalte oder Kampagnen in Excel- oder Worddateien verschickt werden und immer wieder erneut in Plattformen eingepflegt werden müssen.

 

Fazit

Wie du gelesen hast, ist der Weg zum perfekten Content Marketing alles andere als mühelos, Fehler lauern an jeder Ecke. Wenn du aber in Zukunft auf die oben beschriebenen Szenarien aufmerksam acht gibst, sorgfältig Personas erstellst und deine Ziele klar definierst, sind wir sicher, dass du den steinigen Weg zum perfekten Content Marketing erklimmen wirst!

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Marcus Burk

Head of Marketing bei dirico.io & Content-Marketing-Enthusiast.