Die ultimative Checkliste für erfolgreiche Gastbeiträge

Veröffentlicht am 9. Oktober 2017 in Content Marketing von

Dein Blog erzielt nur minimale Erfolge, obwohl du größte Mühe in jeden einzelnen deiner Artikel steckst? Das ist ärgerlich. Um an Bekanntheit und Reichweite zu gewinnen gibt es aber noch einen anderen Weg: Präsent sein – und zwar am besten überall. Neben den sozialen Netzwerken kannst du auch über Gastbeiträge auf dich und dein Unternehmen aufmerksam machen.

Wir haben uns für dich nach hilfreichen Tipps für Gastbeiträge umgesehen und sind auf diesen Artikel von Chimpify gestoßen. Fanden wir sehr cool und extrem hilfreich. Damit du bestens organisiert an deinen nächsten Gastbeitrag herangehst, würden wir gerne an den Artikel anknüpfen.

Aber fangen wir einmal ganz von vorne an.

Das Publizieren eines Gastbeitrages muss aus 2 Perspektiven betrachtet werden.

Der Publisher, der seinen Blog dem Gastautor als Bühne zu Verfügung stellt, muss sich zunächst einmal darüber bewusst werden, dass ein Gastbeitrag nicht nur positive Auswirkungen haben kann. Auf der einen Seite bekommt er leichten Zugriff auf neuen Content, auf der anderen Seite ist Content nicht gleich Content. Denn ein Gastbeitrag, der sich nicht barrierefrei in den Blog integrieren lässt, verursacht im Nachhinein nur eins: viel Arbeit.

Aus Sicht der Autoren ist das Hauptmotiv für das Schreiben eines Gastbeitrages ihre Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen. Veröffentlicht ein bekannter Blog, mit einer hohen Reichweite, einen Gastbeitrag, überträgt sich das Ansehen des Blogs auch auf den Gastautor. Dementsprechend muss aber auch die Leistung sein: Um für den Autoren einen positiven Effekt zu erzielen, müssen Gastbeiträge von höchster Qualität sein.

Damit dein nächster Gastbeitrag zu einem echten Erfolg wird, führen wir dich Schritt für Schritt durch den Ablauf.

Schritt 1: Den passenden Blog finden

Dein Gastbeitrag kann noch so gut sein, wenn du nicht den richtigen Blog für die Veröffentlichung findest, wird der Effekt gegen Null gehen. Dein Meisterstück würde also kaum Anerkennung bekommen.

Um das zu verhindern, solltest du dich im Vorfeld genauestens mit den potenziellen Gastblogs beschäftigen, die es in deiner Nische gibt und die du für interessant hältst. Achte dabei besonders darauf, ob das Thema, das du gerne in deinem Gastbeitrag behandeln würdest, nicht schon zigmal ausführlich behandelt wurde. Außerdem wird dein Gastbeitrag nur Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn der Blog eine gewisse Bekanntheit in Verbindung mit einer aktiven Leserschaft hat.

Hast du einen Blog gefunden, der all diese Kriterien erfüllt, solltest du ihn darauf überprüfen, ob Gastbeiträge dort publiziert werden können. Das geht am einfachsten indem du nachschaust, ob bereits Gastbeiträge existieren. Alternativ kannst du dem Herausgeber auch eine nette E-Mail schreiben und ihn fragen, ob er daran interessiert wäre. Keine Sorge, hier ist es noch nicht nötig, ihm schon eine konkrete Idee vorzustellen.

Tipp:

Gehe bei der Blogauswahl nicht allzu viele Kompromisse ein, sonst hast du im Endeffekt nur Ressourcen verschwendet, die du auch hättest effektiver einsetzen können.

Schritt 2: Ideen entwickeln

Super, du hast einen passenden Blog gefunden! Doch das ist nur die halbe Miete.

In einem zweiten Schritt solltest du dich daran setzten, einige Artikelideen zu entwickeln. Ja, ich weiß, du willst für den Anfang nur einen Artikel schreiben und wer kann schon vorhersagen, ob die Mühe überhaupt in Relation zum Ergebnis steht?!

Aber hier geht es lediglich um Ideen. Nur so kann der Herausgeber des Gastblogs später aus deiner Auswahl den seiner Meinung nach passendsten Artikel aussuchen.

Beachte bei der Ideenfindung unbedingt, welchen Nutzen eben dieser Artikel dem Leser deines Gastgebers bringt. Erscheint dir der Nutzen zu gering, verändere deine Idee so lange, bis du einen eindeutigen Nutzen für den Leser darin siehst.

Schon bei der Ideenfindung solltest du dir darüber Gedanken machen, was dein Artikel überhaupt bewirken soll. Formuliere Ziele (Stichwort: SMART), die sich im Nachhinein ganz klar als erfüllt bzw. nicht erfüllt einstufen lassen. Solche Ziele können bspw. beinhalten:

  • Neue Leser zu gewinnen,
  • neue Kunden zu gewinnen
  • oder deine Markenbekanntheit zu steigern

Tipp:

Die Auswahl, die du dem Blog-Host anbietest, sollte unterschiedliche Themen enthalten, nicht etwa 3 sich sehr ähnliche Artikel.

Schritt 3: Ideen an den Gastblog pitchen

Du bist mit der Auswahl deiner Ideen fertig und würdest sie am liebsten direkt an den Herausgeber schicken?

Gedulde dich noch ein ganz klein wenig.

Bereite für alle Artikelideen (ca. 3-4) je einen Teaser und ein Outline vor. So kann dein Gegenüber auf einen Blick erkennen, worum es dir in den einzelnen Artikeln wirklich geht und dementsprechend seine Wahl einfacher treffen.

Jetzt kannst du die Mail abschicken!

Schritt 4: Den Artikel verfassen

Kommen wir nun zu der eigentlichen Herausforderung: Das Verfassen des Gastbeitrags.

Bevor du auch nur einen Satz schreibst, solltest du erst einmal die Zuschauer deiner neuen Bühne, sprich die Leser des Blogs, kennenlernen. Denn nur, wenn du mit ihnen auf einer Wellenlänge bist, kann dein Gastbeitrag auch wirklich zu ihnen durchdringen.

Das Risiko, die Leser mit einer anderen Schreibweise zu konfrontieren als sie es in dem Blog gewohnt sind, wirst du nicht gänzlich vermeiden können. Und das ist auch gut so – immerhin willst du ihnen ja im Gedächtnis bleiben. Aber eben positiv. Deshalb solltest du im Voraus so viele bestehende Artikel wie möglich lesen, um herauszufinden, wie die Stammautoren ihre Leser ansprechen.

Finde heraus,

  • ob die Leser direkt angesprochen werden
  • wie sie angesprochen werden (per du, per Sie)
  • und ob die Autoren ihre Leser an die Hand nehmen und sie Schritt für Schritt durch den Artikel führen

Diese Fragen helfen dir, einen Eindruck der Schreibweise von Stammautoren zu bekommen und dich in diesem Punkt ein stückweit anzupassen.

Ergänzend dazu kann dir auch die Erstellung von Personas bei dem Kennenlernen der „fremden“ Leser helfen. Falls du das bisher noch nie gemacht haben solltest oder dir nicht mehr ganz sicher bist, welche Informationen du dazu benötigst, kannst du hier nachlesen wie es geht oder dir unser kostenloses Persona-Template herunterladen. Da dies jedoch auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, u. a. weil Personas sehr detailliert beschreiben werden und die Wahrscheinlichkeit einer „Wiederverwendung“ daher eher gering erscheint, ist dieser Schritt optional.

Als nächstes solltest du dich darum bemühen, eine emotionale Bindung zu deinem neuen Publikum aufzubauen. Gib ihnen ein Wir-Gefühl, sodass sie sich besser mit dir und der, in deinem Artikel beschriebenen, Situation identifizieren können.

Versuche, für deine neuen Leser unentbehrlich zu werden. Wie? Ganz einfach: Konfrontiere sie mit einem häufig auftretenden Problem und zeige ihnen einen oder mehrere Lösungsansätze.

Mittlerweile sollte dein Artikel bereits eine beträchtliche Länge haben, jetzt geht es an den Feinschliff: Dein bester Freund heißt ab sofort Korrekturlesen. Denn, auch wenn du dich darauf einstellen kannst, dass die erste Version nicht der auf dem Blog veröffentlichten entsprechen wird, zählt der erste Eindruck. Und den willst du dir wohl kaum durch Rechtschreibfehler vermiesen. Achte dabei auch darauf, dass die Struktur deines Artikels für jeden klar erkennbar ist und du nicht irgendwelche Argumente an der falschen Stelle eingeworfen hast.

Je nach Blog und Thema kannst du auch Bilder in deinen Artikel einbinden und an der ein oder anderen Stelle Humor zeigen. Ob sich dies bei deinem Artikel empfiehlt, musst du jedoch selbst entscheiden. Und zwar, indem du dir bereits bestehende Blogartikel durchliest. So wirst du sehr schnell erkennen, ob diese Dinge üblich oder unüblich sind.

Je nachdem, für welchen Blog du dich letztendlich entschieden hast, kann es vorkommen, dass dir der Herausgeber, nachdem er dem Gastbeitrag zugestimmt hat, vorab einige Richtlinien zukommen lässt. Diese beinhalten meistens die ungefähre Länge des Artikels, den Einsatz von Links, etc.

Tipp:

Meistens übersiehst du deine eigenen Fehler, da du sowieso weißt, was du mit dem Satz sagen wolltest. Lass also einen oder mehrere Kollegen deinen Artikel auch noch einmal korrekturlesen bevor du ihn dem Blog-Host schickst.

Schritt 5: Links und Biografie-Verweise klug einsetzen

Im Laufe deines Artikels hast du bestimmt schon den ein oder anderen Punkt erwähnt, den du in einem Artikel auf deinem eigenen Blog ausführlicher behandelt hast. Verlinke diese Artikel, damit sich die Leser, bei tiefergehendem Interesse, den zugehörigen Artikel durchlesen können.

Was sich in diesem Zusammenhang auch anbietet, ist auf Artikel aus dem Gastblog zu verlinken. So zeigst du deinem Gastgeber und dem Leser, dass du dich mit dem Blog auseinandergesetzt hast.

Neben Links zu konkreten Artikeln kannst du die Leser auch über eine Landingpage auf deine Seite ziehen. Je nachdem, welches Ziel (Schritt 2) du dir zu Beginn gesetzt hast, sollte die Landingpage gestaltet sein. War dein Ziel bspw. neue Leser zu gewinnen, sollte deine Landingpage unbedingt ein Formular zur Eintragung in deinen Newsletter beinhalten.

Aber Vorsicht: Bei externen Verlinkungen bietet es sich immer an, diese vorher abzusprechen.

Als nächstes solltest du dich um deine Biografie kümmern. Denn diese sagt bereits eine Menge über dich aus. Du entscheidest, ob die Leser dich als überheblichen oder bodenständigen Autor im Gedächtnis behalten. Übertreibe also nicht mit deinen Fähigkeiten, sondern versuche deine Biografie ganz bewusst auf den Nutzen für den Leser auszurichten.

Tipp:

Falls du einen Denkanstoß für deine Biografie benötigst, findest du in dem, bereits zu Anfang erwähnten, Artikel von Chimpify ein sehr schönes Beispiel für eine gute Autoren-Biografie.

Schritt 6: Vermarktung

Gastbeitrag fertig – Jetzt kannst du dich zurücklehnen, denkst du? Nope.

Das dümmste was du jetzt tun kannst, ist dich rauszuhalten und dem Host des Gastblogs die Promotion zu überlassen. Nicht etwa, weil er nicht gut promoten könnte, sondern aus folgendem Grund: Das wäre wirklich undankbar von dir. Denn während dein Blog seine komplette Community erreicht (top für dich), wird keiner deiner Stammleser auf seinen Blog aufmerksam (flop für ihn). Also werbe für deinen Artikel, was das Zeug hält!

Und weil nach dem Artikel vor dem Artikel ist, solltest du dir auch noch den nächsten Abschnitt durchlesen.

Wenn du irgendwann einen weiteren Gastbeitrag in diesem Blog schreiben und dir deinen bisher positiven Eindruck nicht vermiesen willst, solltest du unbedingt mit dem Host des Blogs in Verbindung bleiben. Frage ihn, ob er generell mit deiner Arbeit zufrieden war, ob seine Erwartungen erfüllt wurden und wie sich der Gastbeitrag auf ihn ausgewirkt hat. Übertreibe aber nicht und schicke ihm diese E-Mail 5 Minuten nach Veröffentlichung des Artikels. Nach 5-6 Tagen ab Veröffentlichung kannst du ihn aber durchaus kontaktieren.

Zu guter Letzt solltest du unbedingt mit der Community interagieren. Wenn Fragen oder Kommentare zu deinem Artikel auftauchen, warte nicht darauf, dass sie von irgendwem beantwortet werden, sondern ergreife die Initiative und reagiere auf Feedback.

Fazit

Befolgst du diese 6 Schritte, kann bei deinem nächsten Gastbeitrag quasi nichts mehr schiefgehen.

Eine kompakte Ansicht über die einzelnen Teilschritte, die dich auf deinem Weg zu einem erfolgreichen Gastbeitrag begleiten, haben wir dir zum kostenlosen Download zusammengestellt.

Viel Spaß beim Schreiben!

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Denise Simon

Content- und Social-Media-Marketing bei dirico.io