Content Marketing benötigt Risk Taker

Veröffentlicht am 14. August 2017 in Content Marketing von

Im Content Marketing kannst du enorm von einer risikofreudigen Einstellung profitieren – ähnlich wie beim Investieren an der Börse. In diesem Blog verraten wir dir, welche Lektionen du von der Börse ins Content Marketing übertragen kannst.

Man glaubt es erst nicht, aber es gibt große Gemeinsamkeiten darin, ob man Geld an der Börse in Unternehmen investiert oder in einem Unternehmen Content Marketing betreibt. Im ersten Fall verwaltet man Ersparnisse oder Rücklagen und versucht diese mit Return-On-Investment anzulegen, im zweiten Fall verwaltet man die Ressourcen eines Unternehmens und versucht sie ebenfalls gewinnbringend einzusetzen.

In beiden Fällen steht man jederzeit vor dem Risiko, dass etwas schief gehen kann. Die Glaskugel hat niemand, weder für die zukünftige Entwicklung an der Börse, noch ob der Content viral geht. Im Zweifel benötigt man immer noch genügend Ressourcen, um bei einem schlechten oder mittelmäßigen Ergebnis einen weiteren Versuch starten zu können.

An der Börse und im Content Marketing geht es um das Verwalten von Risiken und begrenzten Ressourcen.

Denn jede Arbeitsstunde und jedes Anzeigenbudget, dass in schlechten Content investiert wird, schmälert die Ressourcen und damit Chance auf den „großen Wurf“.

Damit du in Zukunft deine Ressourcen im Content Marketing gewinnbringender einsetzen kannst, haben wir hier unsere größten Learnings zusammengefasst.

Börsentipps für Content Marketing:

1. Erstelle ein Haushaltsbuch

Am Anfang gilt es, seine Ausgaben unter Kontrolle zu bringen. Wir alle kennen den Spruch: „Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig“. So ähnlich ist es auch im Content Marketing. Wir alle müssen mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Nur wer weiß, wie viel er investieren kann, kann seine Projekte realistisch planen. Das betrifft zum Beispiel Arbeitszeit und Werbebudget.

Tipp: Erstelle einen Content Plan für die Woche, den Monat oder das Jahr und kalkuliere realistisch, wie viel Zeit dein Team braucht, um diesen zu produzieren. Und zwar von A-Z, d.h. von der Idee über die Planung, Erstellung, Veröffentlichung und Analyse bis hin zur Kontrolle. Wenn das zu viel ist, heißt es mehr Ressourcen auftreiben oder den Output verringern.

2. Setze nicht alles auf ein Pferd

Es macht keinen Sinn, alle seine Eier in einen Korb zu legen. Diese goldene Börsenregel gilt auch für Content Marketing. Stell dir vor du hast Monate deiner Zeit und deines Geldes in einen Content investiert und am Ende interessiert er keinen.

Es folgt ein häufiger Fehler: Noch mehr Geld in die Vermarktung stecken, weil schon zu viel Geld versenkt wurde.

Tipp: Wer nicht endlose Ressourcen hat, sollte nicht in große Content-Formate (Whitepaper, Videokurse, etc.) „investieren“ und sich aufzehren, sondern lieber Micro-Content produzieren. Dafür viel davon.

3. The Trend (is not always) your friend

Trends sind dein Freund – an der Börse und im Content Marketing. Es ist immer cool die Einhorn-Welle zu reiten. Aber Vorsicht, irgendwann nutzen sich Trends ab. Sie werden alt und erschöpfen. Lohnt es sich wirklich noch das 185.746ste Whitepaper zum immergleichen Thema zu produzieren?

Tipp: Nein. Es sinnvoller quer zu denken, als dem Trend hinterherzulaufen.

4. Habe Lust am Risiko

Gewöhne dich ans verlieren. Diversifiziere deine Ressourcen sinnvoll und akzeptiere den Misserfolg – er gehört zum Spiel. Klingt abgedroschen, ist aber wahr.

Warum?

Weil 90% deines Contents überhaupt nicht die Chance hat, zum Hit zu werden, viral zu gehen und deine Ziele bis zum Bersten zu erfüllen.

Schon Henry Ford hat gesagt:

Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte.

In unserer digitalisierten Marketingwelt voller messbarer Ziele vergessen wir diese alte Weisheit gerne. Tatsächlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein großer Teil des Contents so dahinplätschert, ein kleinerer Teil „Potenzial hat“ und nur 10-25 % wirklich „spitze“ sind.

Tipp: Wer nicht täglich durch ein Tal der Tränen gehen will, weil er immer noch nicht im großen Stil „skaliert“ hat, muss sich ein risikofreudiges Mindset schaffen. Jeder Content, der nicht durch die Decke geht, macht den Kopf frei für den nächsten. Erfreue dich am Schaffensprozess und starte neu.

5. Plan your work and work your plan

Ein risikofreudiges Mindset zu besitzen heißt auch gerne zu experimentieren. Ein strategisches und zielgerichtetes Vorgehen ist aber der einzige Weg, um aus seinen Fehlern und Erfolgen zu lernen. Nur so kannst du die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen, Stück für Stück erhöhen.

Um es mit den Worten von Eddie Cantor, dem Macher von Pokemon-Go, zu sagen:

It takes 20 years to make an overnight success.

Die 70% der Marketer, die noch immer keine niedergeschriebene Content-Marketing-Strategie haben, werden diesen Erfolg aber auch nach 20 Jahren nicht erreichen. Denn sie können hinterher gar nicht analysieren, warum etwas erfolgreich war oder nicht.

Fazit

Auch wenn man es zuerst nicht glaubt, gibt es einige Gemeinsamkeiten zwischen dem Investieren an der Börse und dem „investieren“ in Content Marketing. Denn letztlich, versucht man in beiden Fällen mit begrenzten Ressourcen einen Return on Investment zu erzielen. Das sich dabei nicht immer jedes Investment zum gewünschten Ergebnis entwickelt, liegt in der Natur der Sache. Ein Grund mehr,  noch genauer auf den Erfolg unserer Marketingmaßnahmen zu achten.

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Marcus Burk

Head of Marketing bei dirico.io & Content-Marketing-Enthusiast.