Content-Marketing: Neue Gewohnheiten etablieren

Veröffentlicht am 2. Januar 2017 in Content-Marketing von

Mit der Content-Marketing-Strategie ist es manchmal wie mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr: sie hält nicht lange. Nach wenigen Wochen ist der Elan fort, der Blog liegt brach und das operative Chaos hat übernommen. Unternehmen müssen ihre täglichen Gewohnheiten umstellen, um die Strategie konsequent umzusetzen – und das ist schwer.

In diesem Artikel wollen wir dir zeigen, welche Schwierigkeiten bei der konsequenten Umsetzung einer Content-Marketing-Strategie auf dich warten.

Wenn du 2017 vor der Umsetzung eurer Strategie stehst, lernst du, worauf du dich zu Beginn vorbereiten solltest. Wenn du schon mittendrin steckst und es nicht richtig läuft, haben wir hoffentlich wertvolle Tipps für dich, damit du das Ruder wieder herumreißt.

Bestandteile Content-Marketing

Im Grunde ist die Sache mit dem Content-Marketing ganz einfach: „Plan your work and work your plan.“ So könnte dieser Plan beispielsweise strukturiert sein:

Content-Strategie: Die Strategie legt fest, welche Unternehmensziele mit den Marketing-Maßnahmen verfolgt werden sollen.

Marketingplanung und Redaktionsplan: Führt mit einem vollgepackten Kalender durch die nächsten Wochen und Monate.

Content-Workflow: Hier werden Verantwortlichkeiten, Art und Umfang der Arbeiten im Planungs- und Erstellungsprozess der Inhalte festgelegt.

Wir wollen in diesem Artikel aber gar nicht besprechen, was es alles bei der Planung von Content-Marketing zu bedenken gibt. Das kannst du dir in Ruhe in den anderen Artikeln durchlesen. Wir wollen dir zeigen warum viele Initiativen mit Content-Marketing zu beginnen – oder richtig erfolgreich zu werden – scheitern.

Und das ist selten ein Problem der Strategie und Planung, sondern der Menschen, die diese umsetzen.

Neue Gewohnheiten brauchen Zeit

In den ersten Wochen eines jeden neuen Jahres sind die Fitnessstudios übervoll. Die Schlemmerei der Weihnachtszeit und die guten Vorsätze für das neue Jahr lassen die Vertragsabschlüsse in die Höhe schießen. Im Februar ist der Spuk meist schon wieder vorbei und die Reihen lichten sich.

Hast du bei dir selbst schon einmal beobachtet, dass eine neue Gewohnheit nur wenige Wochen hält?

Neue Gewohnheiten einzuführen kostet Menschen Willenskraft. Und davon haben wir nicht unbegrenzt viel. Während eines Arbeitstages müssen wir haufenweise Dinge entscheiden. Und jede kognitive Leistung kostet uns geistige Energie. Das ist der Grund, warum wir nach einem Tag im Büro erschöpft nach Hause gehen, obwohl wir eigentlich körperlich nicht gearbeitet haben.

Eine neue Gewohnheit zu etablieren kostet uns kontinuierlich Willenskraft. Und es kommt der Punkt, an dem die meisten Menschen aufgeben.

Untersuchungen kommen immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie lange es dauert neue Gewohnheiten zu etablieren, bis diese für uns normal sind. In der Regel findet man Ergebnisse zwischen 21 und 30 Tagen.

Für uns sind die Phasen der Implementierung einer neuen Gewohnheit interessant:

Phase 1: Start mit hoher Motivation. Dieser „Aufbruch“ kostet zwar viel Kraft aber alle sind hoch motiviert und hängen sich richtig rein.
Phase 2: Die Anfangseuphorie ist verflogen und es zeigen sich Widerstände. In dieser Phase heißt es durchhalten und weitermachen. Auf keinen Fall in alte Muster zurückfallen.
Phase 3: Die neue Gewohnheit wird langsam zum Alltag und hat die Chance beständig zu werden.

Dieser Prozess geht also in Mitarbeitern vor, die versuchen neue Gewohnheiten, wie zum Beispiel die Arbeitsweise im Content-Marketing, zu etablieren.

Was ist für Mitarbeiter im Content-Marketing neu?

– Denkweise: Marketing hat Inhalte und keine eindimensionalen Werbebotschaften
– Die Zielgruppe steht im Mittelpunkt
– Arbeitsabläufe/Workflows mit den Kollegen
– Kanäle und Medien
– Themen

Der kritischste Zeitraum ist Phase 2: Der Widerstand. Hier trifft der Wunsch auf die Realität des Arbeitslebens und es zeigt sich, ob der Plan gut genug ist um zu bestehen.

Gründe, warum Content-Marketing Strategien in Phase 2 scheitern:

– Keine Marketing- oder Redaktionsplanung
– Keine definierten Meilensteine
– Schwammiges Mission-Statement
– Unrealistisches oder fehlerhaftes Ziel
– Ziele von anderen übernommen („Wir machen das jetzt auch, …“)
– Kein Engagement in der Belegschaft
– Keine regelmäßige Erfolgskontrolle anhand fester KPIs
– Zu viele Änderungen auf einmal

Jeder dieser Gründe kann schon alleine dazu führen, dass Mitarbeiter in Phase 2 die Motivation verlieren und die Content-Marketing Strategie vor die Wand fährt.

Das kannst du tun

Alleine das Wissen um die schwierige Phase 2 kann dir schon enorm weiterhelfen. Denn sie kommt unausweichlich und ganz individuell auf jeden Mitarbeiter zu. Falls du selbst betroffen bist, oder Kollegen und Mitarbeiter durch diese Phase führen willst, achte auf die kritischen Gründe

Und manchmal hilft nur eines auf dem Weg zum Erfolg: Plan your work and work your plan. Mit Kontinuität und Durchhaltevermögen. Viel Erfolg!

Hast du das vielleicht selbst schon einmal erlebt oder befindest du dich vielleicht sogar gerade in der schwierigen Phase des Widerstandes? Dann schreib uns deine Erfahrung in die Kommentare oder auf Twitter und Facebook und lass uns gemeinsam den Weg zum Erfolg finden!

Marcus Burk

Marketing Manager bei dirico.io & Content-Marketing Enthusiast.