Best Practice: Die besten Corporate Newsrooms in D-A-CH

Corporate Newsroom – in Marketing und Unternehmenskommunikation längst kein Nischenthema mehr. Kein Wunder, denn das Newsroom-Konzept steht für agile und effiziente Kommunikationsprozesse sowie für strategische Redaktionsplanung. Wir stellen die besten Corporate Newsrooms in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.

Best Practice: Die besten Corporate Newsrooms in D-A-CH

Warum führen Unternehmen einen Corporate Newsroom ein?

Die Komplexität der externen und internen Kommunikation ist für Unternehmen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Die größte Herausforderung im Bereich der Corporate Communications? Eine auf allen Kanälen konsistente Kommunikation sicherzustellen.

Das Konzept hinter dem Corporate Newsroom verspricht, diese Herausforderung zu lösen, indem es alle in einem Raum bringt: externe und interne Unternehmenskommunikation, PR, HR, Marketing, Customer Service, Social Media und andere Bereiche, die mit Kommunikation in einem Unternehmen zu tun haben. So soll die kanal- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit aller Teams verbessert werden. Doch müssen sie wirklich „in einen Raum“ gebracht werden? Unsere Beispiele zeigen: Nein.

Obwohl die meisten als erstes an das Schaffen eines Großraumbüros denken, sobald der Begriff Corporate Newsroom fällt, geht das Konzept auch ohne räumliche Zusammenlegung auf. Denn bei dem Newsroom-Konzept geht es primär um eine Veränderung der Denkweise – nicht unbedingt um die örtliche Veränderung.

Die besten Corporate Newsrooms in D-A-CH

Die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen bezüglich Kommunikationsart und -kanal haben inzwischen viele Unternehmen zum Handeln gebracht. Konkret: Dazu, einen eigenen Newsroom aufzubauen.

Hier sind die besten Corporate Newsrooms in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

Bankenverband

Der Newsroom des Bankenverbands
Quelle: Oliver Santen (via LinkedIn)

Der Bankenverband (Bundesverband deutscher Banken e.V.) mit Sitz in Berlin ist eine Interessenvertretung der privaten Banken Deutschlands. Zu den Kernaufgaben des Bankenverbands zählt dabei unter anderem die Mittlerfunktion zwischen Banken und Politik, Banken und Bankenaufsicht sowie Banken und Gesellschaft.

Im September 2018 hat der Bankenverband einen Newsroom eingeführt. Seither arbeiten Inhalts- und Kanalverantwortliche nicht nur zusammen, sondern sitzen auch in einem Raum. Dieser wurde im Sommer 2021 erweitert und modernisiert. Oliver Santen, Head of Communications, sagte dazu im PR Report: “Wir werden auch künftig mehr virtuell arbeiten, aber es kann nicht der Weg sein, dass wir uns weiter oder wieder alle nur in unsere Einzelzimmer verziehen.”

Um die Investition in einen physischen Newsroom zu rechtfertigen, müsse dieser aber auch über gewisse Mehrwerte verfügen. “Neben dem sozialen Austausch muss es die Technik und die Ausstattung haben, die ich zu Hause nicht habe: Video- und Podcast-Produktion, Ton, Licht, Schneiden, große Screens,” erläutert Santen.

BMW Group

Die Konzernzentrale der BMW Group in München
Quelle: BMW Group

Der Newsroom des Münchner Automobilkonzerns trägt den Namen BMW Group Corporate Media House. Es entstand im Jahr 2021 aus dem bereits vorhandenen Editorial Hub.

Mit eigenen Einheiten für Redaktion, Produktion, Planung sowie Media- and Data-Analytics koordiniert das Media House die globale Kommunikation. Es entwickelt das strategische Storytelling, erstellt Basis-Content und orchestriert die Maßnahmen in den Märkten. Und nicht nur die Themen und Inhalte gilt es zu managen, sondern auch die Comms-Teams. In Deutschland beschäftigt BMW rund 200 Kommunikator*innen, weltweit sind es etwa 500.

Bei all dem verfolgt BMW einen integrierten Kommunikationsansatz, der externe und interne Kommunikation gleichermaßen im Blick hat. Die weltweit fast 150.000 Mitarbeitenden werden für die Unternehmenskommunikation dabei immer wichtiger, wie Alexander Bilgeri, Vice President Communications, Human Resources, Production, Purchasing and Sustainability, in einem Interview mit Horizont betont: “Die [Mitarbeitenden] wirken übrigens auch als Multiplikatoren für unser Unternehmen – im echten Leben und über Social Media.”

Das Media House selbst bezeichnet Bilgeri in diesem Interview als “zentrale Drehscheibe für Information”, die für “crossmediales Denken und die Verschmelzung von interner und externer Kommunikation” sorgt. Auf den Begriff Newsroom verzichtet man bei BMW bewusst. Es solle nicht der falsche Eindruck entstehen, dass eine zentrale Redaktion eigenständig und losgelöst Themen entwickelt. Diese kommen stattdessen von den Themen-Ownern und müssen eine Relevanz für die Kanäle und Zielgruppen aufweisen. Das Media House nimmt dabei die “Kanal- und Übersetzungsverantwortung” ein.

Bundesverkehrsministerium

Quelle: BMDV

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) informiert über Themen zu Verkehr, Mobilität und digitaler Infrastruktur.

Im September 2018 hat das Bundesverkehrsministerium in Berlin einen Newsroom eingerichtet und ihn auf den Namen „Neuigkeitenzimmer“ getauft. In den ersten Jahren prägten vor allem Wolfgang Ainetter und Naïs Désirée Graswald den ersten Newsroom einer Bundesbehörde. Den Begriff Neuikeitenzimmer kassierte Volker Wissing zwar wieder ein, der Newsroom-Gedanke dürfte aber mittlerweile fest verankert sein. Die Verantwortlichen für Pressearbeit, digitale Kommunikation, Social Media, Reden und Texte, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen sowie für die Produktion von Bild- und Video-Content arbeiten im Behörden-Newsroom eng zusammen.

DATEV

Quelle: DATEV

Die DATEV ist ein Softwareanbieter und IT-Dienstleister, der eine spezielle Buchhaltungssoftware für steuerberatende Berufe entwickelt hat. Seit Sommer 2015 arbeitet die Unternehmenskommunikation dort in einem Newsroom, der vor allem Silos zwischen den Abteilungen und Kanälen abbauen sollte.

Um das zu erreichen, wurde eine Organisation nach Themen und Medien vorgenommen, ein Strategie-Team gebildet, neue Stellen geschaffen und zwei Chefs vom Dienst (CvDs) ernannt. Außerdem wurden eine täglich stattfindende Lagebesprechung und eine wöchentliche Redaktionskonferenz sowie ein Planungstool eingeführt.

Obwohl die Räumlichkeiten nicht verändert wurden, hat sich die Art und Weise der Arbeit doch gewandelt. So wird nun strikt nach Themen und Medien getrennt. Das heißt, an Themendesks arbeiten Redakteur*innen und erstellen Inhalte für unterschiedliche Kanäle, an den Mediendesks werden die erstellten Inhalte um kanalspezifische Charakteristika ergänzt und veröffentlicht. Zur Newsroom-Einführung gab Christian Buggisch dem PR Report bereits 2017 ein Interview, das hier zu lesen ist.

Debeka

Beitragsbild zum Interview mit Andreas Offermann von der Debeka aus dem Magazin Corporate Newsroom
In diesem Interview mit Andreas Offermann, Gruppenleiter Newsroom bei der Debeka, erfahren Sie mehr über das Thema Newsrooms bei Versicherungen und Banken.

Die Debeka ist eine deutsche Versicherungsgruppe mit Sitz in Koblenz und setzt in der Unternehmenskommunikation schon lange auf das Newsroom-Modell. Die Abteilung Konzernkommunikation ist für die integrierte – also interne und externe – Kommunikation zuständig. Sie ist in zwei Gruppen aufgeteilt: Newsroom und visuelle Kommunikation, also Grafik und Design.

Als Abwandlung des klassischen Newsroom-Modells sind die Themenverantwortlichkeiten bei der Debeka nicht personell zugewiesen. Die Kanal- oder Medienverantwortlichen fungieren gleichzeitig als Themenmanagerinnen. Sie teilen ihre Recherchen mit den Kolleginnen, die sie anschließend zielgruppengerecht und kanalspezifisch aufbereiten – ein themenzentrierter, crossmedialer Ansatz.

Diese Themen entstehen nicht nur im Newsroom, sondern auch in enger Abstimmung mit dem Vertrieb, der wiederum einen Vertreter in das Strategieteams des Newsrooms entsendet. Der Chef vom Dienst dient als Bindeglied zwischen Strategie, Themen und Kanälen.

Mehr über den Newsroom der Debeka und der Nürnberger Versicherung erfahren Sie in der Aufzeichnung unseres Webinars Newsrooms bei Versicherungen.

Deutsche Telekom

Quelle: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom ist der größte Anbieter für Telekommunikation in Europa. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach digitalen Unternehmensauftritten oder Servicekanälen. Um diese Herausforderungen zu meistern, wurde die sogenannte Content Factory als projektbasierte Poolorganisation aufgesetzt.

Das heißt: Es wurden flache Hierarchien und offene Strukturen geschaffen, und eine Unterteilung in vier verschiedene Themenpools (Unternehmen, Personal, Produkte, IT) vorgenommen. In diesen Themenpools wird bereichs- und kanalübergreifend gearbeitet. Außerdem wird in der Content Factory mit einem eigens entwickelten Planungstool gearbeitet, in dem alles Relevante eingetragen wird. Auch eine tägliche Lagebesprechung sowie ein wöchentlicher Ausblick finden statt.

Eine Besonderheit bei der Telekom ist die Ausgestaltung der CvD-Rolle: Von diesen gibt es nämlich gleich fünf an der Zahl, darunter ein Teilzeitteam. Jede Woche hat eine andere Person als CvD den Hut auf. Die restliche Zeit gehen sie den angestammten Themen als Pressesprecher*innen nach. Laut Peter Kespohl, einer der CvDs, bleibe die Arbeit durch diesen wöchentlichen Wechsel besonders spannend.

IKK classic

Quelle: IKK classic

Die IKK classic ist die größte deutsche Innungskrankenkasse und die siebtgrößte deutsche Krankenkasse. Sie zählt 2,5 Millionen Mitglieder und 3,1 Millionen Versicherte.

Mitte 2018 hat die IKK classic in Zusammenarbeit mit der Content-Marketing-Agentur C3 Creative Code & Content eine Content-Marketing-Strategie inklusive eines integrierten Content-Ökosystems entwickelt.

Lufthansa Group

Der Corporate Newsroom der Lufthansa Group
Quelle: Lufthansa Group

Wenn eine Unternehmensgruppe 550 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften unter ihrem Dach vereint, kann man mit Fug und Recht von einem Multi-Brand-Newsroom sprechen. 

In der Lufthansa Group sind einige Themen, wie etwa Nachhaltigkeit, für alle Marken von höchster Relevanz. Dann liegt es in der Verantwortung des Newsrooms, Botschaften zu definieren, Content bereitzustellen und dessen Veröffentlichung zu koordinieren. Andere Themen sind so speziell auf die jeweiligen Märkte und Zielgruppen ausgerichtet, dass die Kommunikator*innen weitgehend eigenständig agieren. 

Die interne Kommunikation werde dabei immer wichtiger, erklärt Content-Stratege Michiel Bogaert. Nicht zuletzt da der Kranich seit fast drei Jahren permanent durch Krisen – von Corona bis Ukraine-Krieg – manövrieren müsse und dies selbstredend auch die Stimmung in der Belegschaft beeinflusst habe. Bereits heute seien bereits rund 70 Prozent der verbreiteten Kommunikationsmaßnahmen an interne Zielgruppen gerichtet.

Microsoft

Quelle: Microsoft

Die Microsoft Corporation ist der größte Softwarehersteller der Welt sowie mit über 220.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 168 Milliarden Dollar (2021) eines der größten Unternehmen überhaupt.

Die Nachrichtenangebote für MSN, Bing und Edge sowie für diverse Apps kommen aus dem Berliner Newsroom von Microsoft. Bespielt werden dabei nicht nur die deutschsprachigen Angebote, sondern so gut wie ganz Europa.

Am Heiligegeistkirchplatz arbeiten rund 70 Mitarbeiter daran, Inhalte für zehn Länder in acht Sprachen zu erstellen.

Swisscom

Quelle: Swisscom

Die Swisscom AG ist das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen und eines der führenden IT-Unternehmen des Landes. Seit 2016 hat Swisscom in mehreren Schritten einen komplett integrierten Newsroom aufgebaut – als Drehscheibe für die interne und externe Kommunikation inklusive aller wichtigen Newskanäle. Dafür sind drei Bausteine wichtig: Daten, Prozesse und relevante Inhalte.

Bei Swisscom unterteilt die Unternehmenskommunikation die täglichen Themen nach Kategorien A (Megathema) bis D (die zentrale Kommunikation hält sich hier raus). Für bestimmte Themen gibt es sogenannte Themenowner, die sich ausschließlich um Themen wie beispielsweise 5G-Netz, Corporate Responsibility, Cloud-Dienste oder Human Resources kümmern. Der Chef vom Dienst (CvD) ist mit seinem Team für die Kommunikationsplanung verantwortlich.

LANXESS

Quelle: LANXESS

Die LANXESS Aktiengesellschaft mit Sitz in Köln ist ein Spezialchemie-Konzern und am Umsatz gemessen der neuntgrößte Chemiekonzern Deutschlands.

Bei LANXESS entschied man sich für den sogenannten „Newsroom Light“, ein Modell des Newsrooms, bei dem die Strukturen und Abläufe Schritt für Schritt eingerichtet werden. Denn der Aufbau eines Newsrooms braucht eine Menge Vorarbeit und sollte nicht unterschätzt werden. Außerdem kann im Newsroom Light bei Bedarf jederzeit eingegriffen und nachjustiert werden.

Das Ergebnis: Bereits jetzt arbeiten die eigenständigen Kommunikations-Disziplinen bei LANXESS enger zusammen als früher.

Porsche

(Quelle: Porsche)

Bei Porsche sind die Kommunikationsabteilungen extrem vielfältig: Von der Produkt- und Technikkommunikation, über Politik und Außenbeziehungen, Finanzkommunikation, Investor Relations, bis hin zu Museum und Unternehmenskommunikation.

Der Wunsch nach einer zentralen Plattform, die sowohl aktuelle Nachrichten, als auch Hintergründe aus dem Unternehmen, multimediales Zusatzmaterial und Social-Media-Inhalte bündelt, brachte den Sportwagenhersteller dazu, einen Social Media Newsroom einzuführen.

Im Zuge des Newsroom-Konzepts liefern alle Kommunikationsabteilungen Input an eine zentrale Redaktion, die als Schnittstelle fungiert. Dort werden die Themen gesammelt, multimedial aufbereitet und auf den zuvor ausgewählten Kanälen veröffentlicht. Und das, was Porsche mit seinem Social Media Newsroom macht, kann sich sehen lassen. Denn es wurde nicht nur die redaktionelle Zusammenarbeit verändert, sondern auch ein Content-Portal für Liebhaber, Blogger und Journalisten geschaffen.

Überzeuge dich selbst vom Porsche Newsroom.

Siemens

(Quelle: Siemens)

Die Siemens Aktiengesellschaft ist ein integrierter, börsennotierter Technologiekonzern und in 190 Ländern vertreten. Damit zählt der Konzern weltweit zu den größten Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik. Das Unternehmen mit Doppelsitz in Berlin und München unterhält 125 Standorte allein in Deutschland.

Die Rollen im Siemens Newsroom orientieren sich daran: Alle Vorstände haben einen festen Ansprechpartner in der Kommunikationsabteilung. Ansonsten macht der Newsroom Vorschläge für Tweets und Retweets, erstellt Fotos und GIFs, Grafiken und Videos. „Wir glauben fest daran, dass Menschen Menschen vertrauen, und nicht Unternehmen“, schrieb Patrick Naumann auf LinkedIn. Bewusst habe man „kein Social-Media-Team“ eingerichtet, sondern Social Media als Skillset begriffen, also als Kompetenz für alle Kommunikatoren. Alle Kolleginnen und Kollegen im 380.000 Mitarbeiter starken Konzern gelten als Kommunikatoren. Sie werden geschult und ermuntert, selbstständig Inhalte zu posten.

Ströer: t-online.de

(Quelle: t-online.de)

Ströer ist in der Vermarktung von Online- und Außenwerbung tätig und betreibt daneben mit Ströer Media vielzählige Internetportale wie zum Beispiel t-online.de.

Und genau mit diesem Internetportal hat Ströer große Pläne: Die Webseite, die bereits das reichweitenstärkste Portal Deutschlands darstellt, soll zum digitalen Leitmedium werden. Um dieses Vorhaben voranzutreiben eröffnete 2017 in Berlin Mitte ein Newsroom, der die Kommunikation verbessern soll, z.B. durch neue interaktive Angebote und die Weiterentwicklung von journalistischen Inhalten für die Kanäle und Plattformen.

Weitere Informationen zum Newsroom von t-online.de findest du in hier.

Tellerrand: ein Blick auf Newsrooms in Medienhäusern

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Quelle: dpa

Die Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) ist Deutschlands größte Nachrichtenagentur. An etwa 150 Standorten im In- und Ausland beschäftigt sie rund 1.000 Journalist*innen.

Im Berliner Newsroom der dpa arbeiten rund 370 Beschäftigte. Von hier aus veröffentlicht die Nachrichtenagentur pro Tag rund 600 Meldungen im Basisdienst und durchschnittlich 1.000 Fotos.

Ippen Digital

(Quelle: Ippen Digital)

Die Zentralredaktion der Ippen Digital ist ein Verbund lokaler und regionaler Medienhäuser aus ganz Deutschland.

Klassische Ressorts wurden bei Ippen Digital weitgehend abgeschafft. Wirtschaft, Politik, Vermischtes – das war einmal. Für die Anforderungen moderner Newsroom-Arbeit hat man sich stattdessen eine neue Struktur verpasst. Die Aufgabe: digitalen Journalismus neu erfinden, ein Modell entwickeln, das sich wirtschaftlich trägt.

Diese Aufgabe lässt sich in Form eines Newsrooms bewältigen. Dazu unterteilt man in Teams, die unterschiedliche Aufgabenbereiche besetzen: Team Homepage, Team Growth, Team Engagement und Team Zentralredaktion. Das alles geschieht entkoppelt von den Marken. Der alte Prozess, die „News“ mit immer neuen Zusammenfassungen zu erzählen und die jeweils ältere Fassung wegzuwerfen, wurde ersetzt durch einen neuen: Die Neuigkeit wird in die gut laufende Fassung eingearbeitet.

Weitere Informationen zu dem Newsroom von Ippen Digital erhältst du hier.

RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Der Newsroom des RedaktionsNetzwerks Deutschland RND
Quelle: RND/Verlagsgesellschaft Madsack; Screenshot aus Video auf madsack.de

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hat die Einrichtung seines Newsrooms im Jahr 2020 mit Bildern und einem Video dokumentiert.

Im Fokus steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Content-Teams von RND, Reisereporter und Sportbuzzer sowie Social Media-, SEO- und Video-Expert*innen, dem Data-Team, Business Units und Geschäftsführung. Das RDN ist die Redaktion für überregionale und internationale Inhalte der Madsack Mediengruppe in Hannover, produziert Inhalte für mehrere Dutzend regionale Tageszeitungen und für das selbst betriebene Nachrichtenportal www.rnd.de.

Rheinische Post

(Quelle: Rheinische Post)

Die Rheinische Post ist eine regionale Tageszeitung und hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Sie erreicht täglich rund 778.000 Leser.

Der Newsroom der Rheinischen Post verfügt unter anderem über ein, in Kooperation mit dem Dienstleister Converda, entwickeltes Tool: Das Listening Center. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um eine einzelne Software, sondern um einen redaktionellen Prozess. Der Trick in einem Satz: Daten sammeln und die wichtigsten Informationen herauspicken. So können die Redakteure der Rheinischen Post Geschichten oft schneller als die Konkurrenz prüfen und veröffentlichen – und kommen an Storys heran, die sie ohne maschinelle Hilfe wahrscheinlich gar nicht erst gehabt hätten.

Mehr über den Newsroom der Rheinischen Post erfährst du hier.

sport1

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sport1 ist eines der führenden Sportportale Deutschlands. Auf dem Fernsehsender dreht sich 24/7 alles um den Sport – mit Fokus auf Fuß-, Hand-, Basketball und Motorsport. Um dabei ein möglichst breites Publikum zu erreichen, muss über alle Kanäle hinweg, d.h. TV, Social Media, Webseite, App usw., eine orchestrierte Kommunikation der Inhalte erfolgen.

Um diesen Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten, verfügt auch sport1 über einen modernen Newsroom, von dem aus sämtliche Kommunikationsmaßnahmen für TV, Online und Mobile geplant, erarbeitet, veröffentlicht und überwacht werden.

Wie bei einem Newsroom üblich, erfolgt eine Trennung nach Themen und Medien. So unterscheidet man zwischen TV und Online-Redakteuren, und wiederum Redakteuren, die die kanalspezifische Aufbereitung der Kommunikation für bestimmte Sportarten übernehmen. Gemeinsame Redaktionssitzungen und ein Redaktionssystem sorgen dafür, dass alle Beteiligten über die Kommunikationsaktivitäten der jeweils anderen im Bilde sind. So können Onlineredakteure beispielsweise auch auf Informationen der TV-Redaktion zugreifen und deren Inhalte kuratieren.

Dabei setzte sport1 auf einen Newsroom im klassischen Sinn, denn die komplette Kommunikation wird von einem Großraumbüro aus gesteuert.

Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

Das waren die besten Newsrooms in
D-A-CH

Jetzt kennst du die besten Beispiele für Newsrooms in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Was sie alle gemeinsam haben, ist eine Veränderung der Arbeitsorganisation und ein Neudenken der bisherigen Strukturen, um noch mehr und besseren Content zu kreieren.

Das stellt Teams und Mitarbeiter vor große Herausforderungen, wenn es um die Organisation ihrer redaktionellen Prozesse geht. Die richtigen Tools und Beratungsleistungen sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

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Wenn du herausfinden möchtest, wie dirico dein Team bei seiner Redaktionsplanung unterstützen kann, kannst du hier eine kostenfreie Testlizenz beantragen.

 

Hier noch einmal alle oben aufgeführten Newsrooms:

 

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